Corona und die Auswirkung auf Social Media Marketing

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In den vergangen Tagen und Wochen wurden wir immer wieder von unseren Kunden kontaktiert und gefragt, ob es aktuell überhaupt sinnvoll ist weiterhin Werbebudget in Facebook, Instagram, Google & Co auszugeben.

Nachdem wir zahlreiche Analysen durchgeführt, stundenlange Gespräche geführt - und hunderte Bananen gegessen haben dachten wir, dazu einfach mal einen Beitrag zu machen.

Und jetzt kommen wir zur entscheidenden Frage, die uns inzwischen meeeeega häufig erreicht hat.

 

Macht es aufgrund der aktuellen Corona-Situation überhaupt Sinn zu werben, wenn die Leute mit ganz anderen Dingen beschäftigt sind?

 

Auf jeden Fall!

Und wir erklären euch warum.

Bei Herausforderungen wie Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oder Insolvenz kaufen die Leute in Summe natürlich weniger. Nicht essenzielle Artikel werden zwar immer noch gesucht und auch angeschaut, aber nicht in dem Umfang gekauft wie zu ,,normalen Situationen“.

Die aktuelle Situation ist recht einfach: Es sind mehr Menschen häufiger und länger online als sonst.

Schon vor 4 Wochen ist der durchschnittliche CPM (Cost-Per-Mille z.Dt. Tausend-Kontakt-Preis) auf Facebook und Instagram bei all unseren Kampagnen deutlich nach unten gegangen.

Während 1.000 Impressionen die Woche davor noch rund 3,90 Euro gekostet haben, lag der CPM zwischenzeitlich bei 2,20 Euro. Zum Vergleich: In der traditionell günstigen ersten Januarwoche sind es immer um die 2,74 Euro gewesen. Je nach Kunden geht es jetzt bis zu 45 Prozent runter. Das ist schon krass. Einen CPM von unter zwei Euro für den Facebook & Insta-Feed hatten wir schon lange nicht mehr. Warum das so ist, leuchtet schnell ein – ganz einfach - weil viele Werbetreibende wegfallen.

Ein großer Anteil an Werbetreibenden ist beispielsweise die Reisebranche, die Ihre Kampagnen aktuell zu fast 93 % eingestellt hat.

Fakt ist eines… die Menschen sehnen sich ein wenig nach Normalität und da gehört auch irgendwie Werbung dazu. Sei es der Gedanke, sich mit der Planung der neuen Küche, dem neuen Autokauf, der neuen Gartengestaltung oder anderen Dingen zu beschäftigen. Jeder sucht sich sinnvolle Aufgaben (oder schaut Netflix :-D )

 

Was machen wir also aktuell?

 

Wir lassen zum Teil Kampagnen so laufen, wie Sie bereits vorher gelaufen sind. Ganz einfach deshalb, weil es zum Teil Brand-Kampagnen sind und die Marke sich immer noch im Aufbau befindet. Hier zählen auch Impressionen und Reichweite, um perspektivische Erfolge zu sichern. Bei Shopping-Kampagnen passen wir die Budgets zum Teil an. Kunden kaufen zwar verhältnismäßig weniger – aber dennoch kaufen Sie. Die letzten Tage haben sich die durchschnittlichen CPC (Cost per Action) die Waage gehalten. Durch geringere Klickpreise und geringere Kaufabschlüsse entstanden also ähnliche Ergebnisse wie zuvor.

 

Was sind die größten Stellschrauben an denen wir während Corona-Zeiten bei unseren Kampagnen drehen?

 

Beispielsweise Lead Generation Campaigns 😉

Wir haben unter anderem einen Kunden aus der Teamsport-& Fitnessbranche . Nachdem klar war, dass Fitnessstudios geschlossen, Messen nicht durchgeführt werden und das öffentliche Sportleben insgesamt eingeschränkt wird, ging der Umsatz merklich zurück. Statt Kampagnen weiterhin auf Abverkauf für Geräte und Equipment, das dieser Tage eh niemand nutzen kann, zu optimieren, haben wir die Kampagnen umgestellt.

Mit bereits vorhandenem Content wie Trainingsvideos oder Erklärungen für Einheiten, die auch zu Hause durchgeführt werden können, sollen Leads in Form von E-Mail-Adressen generiert werden. Die Inhalte gibt es nur gegen eine Mail-Adresse. Und die Hoffnung ist natürlich, später mit Bounce-Back-Mailings von diesen Kontakten zu profitieren.

Unser Kunde ist im ersten Schritt mit dem Kontakt einer Person - meistens einer E-Mail-Adresse - zufrieden und spricht seinen potenziellen Kunden später wieder an, um zu verkaufen.

Eine unserer Kampagnen ist verbunden mit 5 Fragen, die der User beantworten muss.

Pro Tag generiert die Kampagne aktuell 20-30 Adressen. Über die Anzeigengruppen hinweg kosten die Leads jeweils knapp 0,19 Euro. Aber warum? Die User bekommen einen persönlichen Gutschein mit dem sie nach dem Beantworten der 5 Fragen einen Report ihrer Wahl aus dem Shop herunterladen können. Rund 1.200 Nutzer haben die Abfrage bisher begonnen, fast 82 Prozent haben sie innerhalb der letzten 48 Stunden bis zum Ende durchgeführt und eine E-Mail-Adresse eingetragen. Weiterbildungsangebote scheinen gerade besonders gut zu funktionieren. Eigentlich liegt der CPL (Cost per Lead) sogar unter 0,10 Euro, weil das Angebot auch außerhalb von Facebook weiter geteilt wird.

 

Fazit:

 

Eine allgemein gültige Aussage zu treffen, was Werbetreibende aktuell bei Facebook und Google tun sollten, ist natürlich nicht möglich. Dennoch sind wir der Meinung, dass die Frage nicht sein sollte wie lange alle Kampagnen jetzt ruhen – sondern vielmehr, wie Kampagnen angepasst werden.

Wenn ihr Hilfe braucht, wir sind für euch im Homeoffice erreichbar 😉

Haltet durch <3

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